Wyszukaj

Jeder, der schon einmal mit einem Elektroauto außerhalb der Stadt unterwegs war, musste sich der Frage stellen: RFID-Karte, App oder Plug & Charge – wie lädt man ein Auto unterwegs am bequemsten? Zu Beginn des Abenteuers mit der modernen Elektromobilität mag es scheinen, dass es viel zu viele Optionen zur Autorisierung einer Ladesitzung gibt, was bei Fahranfängern unnötigen Stress verursacht. In Wirklichkeit hat jedoch jede dieser Methoden ihren festen Platz im Reise-Ökosystem und erfüllt unterschiedliche Nutzerbedürfnisse. Obwohl die digitale Technologie in einem unglaublichen Tempo voranschreitet, halten sich ältere Lösungen immer noch stark, denn auf einer langen Reise zählt vor allem eines: Zuverlässigkeit. Die Sitzung muss beim ersten Mal starten, egal ob wir gerade Handyempfang haben oder der Server des Betreibers gerade eine technische Wartung durchführt.

Die RFID-Karte als Fundament der Zuverlässigkeit auf Reisen

Viele erfahrene Fahrer, die Tausende von Kilometern mit BEV-Fahrzeugen zurückgelegt haben, sind immer noch der Meinung, dass eine physische RFID-Karte die sicherste Wahl bei langen Autobahnfahrten ist. Ihr Hauptvorteil gegenüber modernen Lösungen liegt in der absoluten Einfachheit und Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen. Um das Ladegerät zu starten, reicht es aus, den Plastik-Tag an das Lesegerät am Gehäuse der Station zu halten. In diesem Moment findet ein blitzschneller Datenaustausch statt, und das System weiß fast sofort, mit wem es zu tun hat und welches Zahlungsprofil der jeweiligen Sitzung zuzuordnen ist.

Was extrem wichtig ist: Eine solche Karte benötigt keine aktive Internetverbindung auf Ihrem Smartphone und keinen geladenen Akku im Telefon. Dies ist ein Segen auf Routen durch weniger gut vernetzte Gebiete, in tiefen Gebirgstälern oder in Tiefgaragen, wo das GPS- und LTE-Signal oft abbricht. Durch die Nutzung der Dienste bewährter Mobilitätsanbieter, der sogenannten MSPs, können wir mit einer physischen Karte Tausende von Ladegeräten verschiedener Marken im Rahmen des internationalen Roamings starten. Dadurch vermeiden wir die Notwendigkeit, Dutzende von Apps zu installieren und separate Konten bei jedem lokalen Betreiber zu erstellen, an dem wir auf dem Weg zum Ziel vorbeikommen.

Mobile App und volle Kontrolle über die Sitzungsparameter

Auf der anderen Seite haben wir mobile Apps, die dem Nutzer etwas bieten, das ein einfacher Plastik-Tag nicht leisten kann: einen vollständigen, digitalen Einblick in die Ladeparameter in Echtzeit. Dank ihnen kann der Fahrer den Ladevorgang bequem in einem nahegelegenen Café oder während einer Rast an einer Autobahnraststätte verfolgen. Auf dem Telefon sehen wir genau den aktuellen SoC, also den prozentualen Ladezustand der Traktionsbatterie, sowie präzise Informationen darüber, mit welcher Leistung in kW der Strom in die Lithium-Ionen-Zellen fließt. Dieses Wissen ist entscheidend, da es uns erlaubt zu beurteilen, ob die Ladekurve bereits abgefallen ist und ob es sich lohnt, den Stopp fortzusetzen.

Mobile Apps fungieren auch als fortschrittliche Navigationssysteme. Sie ermöglichen es, in Echtzeit zu prüfen, ob ein bestimmter CCS2- oder CHAdeMO-Anschluss überhaupt frei und funktionsfähig ist, bevor wir uns entscheiden, die Hauptroute zu verlassen. Moderne Software kann Stationen nach verfügbarer Leistung, Preis pro Kilowattstunde und sogar nach der Verfügbarkeit von Annehmlichkeiten in der Umgebung filtern. Obwohl sie eine stabile Netzwerkverbindung erfordern, sind sie ein unverzichtbares Werkzeug für die Logistikplanung der Reise und ermöglichen es, Warteschlangen an den Ladesäulen zu vermeiden, was in der Hochsaison entscheidend für die Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses ist.

Plug & Charge – der höchste Standard an Komfort und die Zukunft der Branche

Die wahre Revolution, die die Diskussion darüber, wie man ein Auto unterwegs am bequemsten lädt, endgültig beendet, ist jedoch die Plug & Charge-Technologie, die auf dem fortschrittlichen internationalen Standard ISO 15118 basiert. Bei diesem Modell ist der Prozess der Energiezufuhr dem Ideal am nächsten, von dem die Pioniere der Elektromobilität geträumt haben. Wir brauchen hier weder eine Karte, noch ein Telefon, noch eine Brieftasche. Die ganze Magie geschieht in dem Moment, in dem der Stecker in die Ladebuchse des Autos gesteckt wird. Das Fahrzeug baut automatisch eine verschlüsselte Verbindung zur Station auf, tauscht Sicherheitszertifikate aus und autorisiert die Sitzung in wenigen Sekunden.

Das Auto erkennt automatisch das der VIN-Nummer zugeordnete Zahlungsprofil und beginnt mit der Stromabgabe ohne weiteres Eingreifen des Fahrers. Diese Lösung eliminiert vollständig Probleme mit Empfang, verlorenen Karten oder Fehlern in Apps. Dies ist derzeit der Inbegriff von Komfort, der hauptsächlich in Premium-Modellen und in modernsten Hochleistungsladenetzen wie Ionity angeboten wird. Plug & Charge macht die Bedienung eines Elektroautos einfacher als das Tanken von herkömmlichem Kraftstoff, da sogar der Bezahlvorgang an der Kasse oder am Terminal entfällt.

Zusammenfassung und Wahl der besten Strategie für die Reise

Letztendlich hängt die Wahl der Autorisierungsmethode von den technischen Möglichkeiten Ihres Fahrzeugs und der auf dem jeweiligen Streckenabschnitt verfügbaren Infrastruktur ab. Wenn Ihr Auto das Plug & Charge-System unterstützt, ist dies zweifellos der beste Weg, um ohne Barrieren zu reisen. Dennoch lehrt die Erfahrung, dass es in der Welt der Technologie immer ratsam ist, einen Notfallplan zu haben.

Damit die Reise reibungslos verläuft, lohnt es sich, einige einfache Regeln zu befolgen:

  • Prüfen Sie vor der Abfahrt, ob Ihr Auto und der Betreiber der EV-Ladegeräte den Plug & Charge-Standard unterstützen, um die Stopps maximal zu vereinfachen.
  • Installieren Sie eine App, die Ladepunkte aggregiert (z. B. von einem MSP-Anbieter), um die Verfügbarkeit von CCS2-Anschlüssen auf der Strecke laufend zu überwachen.
  • Haben Sie immer mindestens eine physische RFID-Karte im Handschuhfach, die an Orten mit schlechtem Mobilfunkempfang funktioniert.
  • Planen Sie Ladesitzungen so, dass Sie sie beenden, wenn die Ladekurve stark abfällt, was normalerweise nach dem Überschreiten von 80 % SoC geschieht.

Die Welt des Ladens wird jedes Jahr benutzerfreundlicher, und die Wahl zwischen Karte, App und einem wartungsfreien System ist nur eine Frage der persönlichen Vorlieben. Unabhängig vom gewählten Weg bleibt das Ziel unverändert: effizient, schnell und sicher ans Ziel zu gelangen und den Komfort zu genießen, den das Fahren eines modernen Elektroautos bietet.