Das Thema Elektromobilität in Unternehmen und Mehrfamilienhäusern ist mit vielen technischen Herausforderungen verbunden. Investoren, Immobilienverwalter und Flottenbesitzer suchen vor einer Kaufentscheidung nach konkreten, bewährten Informationen, die es ihnen ermöglichen, ihr Budget optimal zu planen.
Nachfolgend haben wir die 5 wichtigsten Fragen zu Ladestationen für Elektroautos zusammengestellt, die bei der Analyse solcher Investitionen am häufigsten auftreten.
1. Lädt ein 22-kW-Ladegerät ein Auto immer doppelt so schnell wie ein 11-kW-Ladegerät?
Nicht immer. Die Geschwindigkeit der Energiezufuhr hängt nicht nur von der Leistung der Station selbst ab, sondern vor allem von den Parametern des sogenannten On-Board-Laders (OBC), mit dem das jeweilige Auto ab Werk ausgestattet ist.
Viele beliebte Elektroautomodelle verfügen über einen On-Board-Lader mit einer auf 11 kW begrenzten Leistung. Wenn Sie ein solches Fahrzeug an eine 22-kW-Station anschließen, zieht es maximal 11 kW.
Warum lohnt es sich also, in 22-kW-Stationen zu investieren? Sie sind zukunftssicher, unterstützen Fahrzeuge mit leistungsstärkeren AC-Ladesystemen und ermöglichen ein effizientes Lastmanagement, wenn zwei Fahrzeuge gleichzeitig an ein Gerät angeschlossen werden.
2. Wir haben einen begrenzten Anschluss im Gebäude. Müssen wir beim Stromversorger zusätzliche Leistung kaufen?
Die Erhöhung der Anschlussleistung beim Verteilnetzbetreiber (VNB) ist oft mit hohen Kosten und langen Wartezeiten verbunden. In vielen Fällen lässt sich dies jedoch durch den Einsatz moderner technologischer Lösungen vermeiden.
Fortschrittliche Ladestationen für Elektroautos verfügen über eine DLM-Funktion (Dynamic Load Management). Dieses System überwacht kontinuierlich den aktuellen Energieverbrauch des gesamten Objekts (z. B. Büro, Maschinen, Klimaanlage). Wenn das Gebäude unter Volllast arbeitet, reduziert die Ladestation automatisch ihre Leistung. In Zeiten geringerer Auslastung oder nachts erhöht die Station die Ladeparameter sofort auf das Maximum. Dies schützt die Installation vor Überlastung, ohne dass eine kostspielige Erweiterung des Anschlusses erforderlich ist.
3. Stecker mit Kabel oder nur eine Steckdose? Was eignet sich besser für den Außenbereich?
Die Wahl hängt von der Art des Parkplatzes ab. Beide Lösungen haben ihre Vorteile:
- Station mit integriertem Kabel bietet höheren Komfort auf Privatparkplätzen – der Fahrer fährt einfach vor und steckt den Stecker ein, ohne eigene Kabel herauszuholen.
- Station mit Typ-2-Steckdose ist die empfohlene Lösung für öffentlich zugängliche Parkplätze, Firmenparkplätze und Wohnsiedlungen.
Das Fehlen eines fest angebrachten Kabels verringert drastisch das Risiko mechanischer Schäden durch Überfahren mit dem Rad oder unvorsichtiges Manövrieren. Die Version mit Steckdose sorgt dafür, dass bei Nichtgebrauch der Station keine Elemente daran hängen, die äußeren Einflüssen oder Vandalismus ausgesetzt sind.
4. Wie kann die Station wirksam gegen unbefugte Stromentnahme geschützt werden?
Der Betrieb einer Station im offenen Gelände erfordert eine vollständige Kontrolle über die Energieverteilung. Das Belassen des Geräts im offenen Modus (“Plug & Charge”) im halböffentlichen Raum könnte unkontrollierte Kosten verursachen.
Die effektivste und bewährte Lösung ist die Autorisierung mittels RFID-Näherungskarten. In diesem System gibt die Station erst dann Strom ab, wenn eine zugewiesene Karte vorgehalten wird, über die nur autorisierte Mitarbeiter, Gäste oder Mieter verfügen. Darüber hinaus ermöglichen Geräte, die in mobile Apps integriert sind (z. B. im gängigen Tuya/Smart Life-Ökosystem), dem Administrator einen Fernzugriff auf die Sitzungshistorie und die sofortige Sperrung des Zugangs über das Telefon.
5. Laden bei Regen oder Gewitter – ist das absolut sicher?
Ja, das ist absolut sicher. Die Architektur der Typ-2-Anschlüsse wurde so konzipiert, dass jegliches Risiko eines Stromschlags ausgeschlossen ist. Strom fließt in den Kabeln nur dann, wenn der Stecker korrekt in der Fahrzeugsteckdose verriegelt ist und beide Geräte das digitale Kommunikationsprotokoll durchlaufen und die Dichtheit der Verbindung bestätigt haben.
Darüber hinaus zeichnen sich professionelle Außenladestationen durch eine hohe Schutzklasse (mindestens IP54) aus und verfügen über fortschrittliche interne Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD), die bei Erkennung von Netzstörungen oder Feuchtigkeit an den Hauptkontakten die Stromzufuhr in Sekundenbruchteilen unterbrechen.
Die Investition in eine Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge muss weder kompliziert sein noch unvorhergesehene Kosten verursachen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Anpassung der Stationsparameter an die tatsächlichen Bedürfnisse des Objekts, die Art der Parkplätze und das erwartete Verkehrsaufkommen.
Durch die Wahl sicherer Lösungen, die mit RFID-Autorisierung, intelligentem Lastmanagement (DLM) und hohen Widerstandsnormen ausgestattet sind, stellen Sie sicher, dass die Station Mitarbeitern, Kunden oder Bewohnern über viele Jahre hinweg störungsfrei dienen wird.
