Das Wohnen in einem Wohnblock oder Apartmenthaus muss nicht bedeuten, auf einen eigenen Ladepunkt zu verzichten. Obwohl der Installationsprozess einer Wallbox in einer Tiefgarage kompliziert erscheint, stehen die geltenden Vorschriften (Gesetz über Elektromobilität) auf der Seite der Fahrer. Erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft oder Genossenschaft erhalten und Ihre eigene Defenzo-Station genießen können.
Kann die Eigentümergemeinschaft die Installation einer Ladestation verweigern?
Nach polnischem Recht wird in Mehrfamilienhäusern die Absichtserklärung zur Installation eines Ladepunkts mit einer Leistung von bis zu 11 kW vorrangig behandelt. Die Eigentümergemeinschaft oder Genossenschaft kann dies nur in bestimmten Fällen verweigern, wie zum Beispiel:
- Fehlende technische Anschlussmöglichkeiten (z. B. zu geringe Anschlussleistung des Gebäudes).
- Negatives Gutachten der Elektroinstallation.
- Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.
Wenn Ihre Garage die technischen Anforderungen erfüllt, steht dem Weg zu Ihrer eigenen EV-Ladestation nichts im Wege.
Montage einer Wallbox in der Tiefgarage – Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Einreichung des Antrags beim Verwalter
Der erste Schritt ist die Einreichung eines offiziellen Antrags bei der Verwaltung der Eigentümergemeinschaft oder Genossenschaft. Er sollte u. a. Ihre Daten, die Nummer des Stellplatzes sowie die technischen Parameter des Geräts enthalten (z. B. eine intelligente Defenzo-Wallbox mit Leistungsbegrenzungsfunktion).
2. Gutachten der Elektroinstallation
Dies ist ein entscheidendes Dokument, das Sie als Antragsteller finanzieren müssen. Ein qualifizierter Elektriker bewertet, ob das Netz in der Garage die zusätzliche Belastung aushält. Tipp: Wenn Sie eine Ladestation mit Dynamic Load Balancing (dynamisches Lastmanagement) wählen, erhöhen Sie die Chancen auf eine positive Stellungnahme, da das Gerät die Sicherungen des Gebäudes nicht überlastet.
3. Zustimmung und Vertrag
Nach Erhalt eines positiven Gutachtens erteilt die Verwaltung die Zustimmung. Der nächste Schritt ist die Unterzeichnung eines Vertrags, der die Montagebedingungen und – was am wichtigsten ist – die Art der Stromabrechnung festlegt.
Wie wird der Strom für das Laden des Autos im Wohnblock abgerechnet?
Das ist die häufigste Frage: Wer bezahlt den Strom? Es gibt zwei Hauptmodelle:
- Privater Unterzähler: Die Wallbox ist an den Zähler Ihrer Wohnung angeschlossen (sofern technisch möglich).
- Abrechnung mit dem Verwalter: Ein zertifizierter Unterzähler wird an der Ladestation montiert, und Sie rechnen monatlich oder vierteljährlich mit der Eigentümergemeinschaft auf Basis der Zählerstände oder einer mobilen App ab.
Warum ist eine intelligente Wallbox im Wohnblock ein Muss?
Eigentümergemeinschaften haben Angst vor “herausspringenden Sicherungen”. Deshalb stößt die Montage einer einfachen Kraftstromsteckdose oft auf Widerstand. Moderne Defenzo-Ladestationen bieten:
- Autorisierung (RFID/App)
- Verbrauchsberichte
- Fernsteuerung der Leistung
Fazit: Eine eigene Station im Wohnblock ist möglich
Die Montage einer Ladestation in der Tiefgarage ist eine Investition, die nicht nur den Komfort der täglichen EV-Nutzung erhöht, sondern auch den Wert Ihres Stellplatzes deutlich steigert. Mit der richtigen technischen Unterstützung und einem modernen Gerät ist dieser Prozess einfacher, als Sie denken.
